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Betrachtungen zur Wiederkunft Jesu Christi für die Gemeinde und zum kommenden Gericht


Was auf der Erde geschieht, wenn auf ihr die Gnadenzeit zu Ende geht und mit dem Hereinbrechen der »Zeit des Zorns« die Gerichtszeit beginnt

  Bleibt Gottes Liebe auch dann noch, wenn bereits das Spottreden führende »Maul«, d. h. die Stimme des Drache ertönt?
.
   

Kann man jetzt noch ein angstbesetztes Gottesbild verlieren? Wie gelingt Vergebung? Wie wird man ein Kind Gottes mit Heilsgewißheit?
Spricht Gott nicht heute noch zu Zion:
Du bist mein Volk!
.

"Du, HERR, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name."

Jesaja 63,16


Gottes Kinder behalten den Sieg!


Inhaltsverzeichnis dieser Seite

  •  1.  
  •  2. 
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Warum maßen wir uns Menschen das an, auch den Tod besiegen zu wollen?

Wer möchte das nicht, über Krankheit, Not, Probleme, ja sogar über den Tod den Sieg behalten, gerade jetzt angesichts des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 und der von ihm ausgelösten Krisensituation. Jesus Christus hat den Sieg bereits errungen. Der Hauptfeind, der Tod, ist bereits durch die Auferstehung Jesu Christi besiegt. Warum maßen wir uns Menschen das an, auch den Tod besiegen zu wollen? Niemand kann es, auch nicht der Antichrist, der mit seinen großen Zeichen und Wundern sogar machen kann, daß eine körperliche Verjüngung der ihn anbetenden einsetzen wird (vgl. in den Kapiteln "Das Tier, dessen Todeswunde heil wurde, ist dasjenige Tier, das den Stachel des Todes nicht mehr besaß bzw. wie ruft der nichtsnutzige Hirte seine Schafe und warum folgen sie ihm?" und "Die biologische Verjüngung, das vermutlich größte Wunder des Antichristen verursacht nicht der neues Leben schaffende Schöpfungsgeist Gottes, sondern sein satanisches Gegenstück, das erste Tier aus dem Meer, das ebenfalls ein Art von Wiedergeburt bewirkt").
Aber ewiges Leben kann das auch nicht sein. Ein Unfall genügt. Der Tod ist auch von Ihm nicht für alle Zeiten aufgehalten worden.
Eines aber können wir: Wir sind mit Gottes Hilfe dazu in der Lage, den Sieg zu behalten, ihn festzuhalten, sich daran festzuklammern, da es unser Heiland bereits für uns alle getan hat. Er ist der wahre Sieger über unsere Krankheit, unsere Not, unsere Probleme und über den Tod. Darum werden wir in der Bibel auch dazu aufgerufen an Jesus Christus festzuhalten (vgl. bei Hosea 12, 7; Offenbarung 3, 3; Offenbarung 2, 25; Offenbarung 3, 11; Offenbarung 2, 10).
Wie haben die Menschen während der Bedrängniszeit, der wohl schlimmsten Zeit, die je auf Erden war und kommen wird, den Sieg behalten.
Von ihrem Beispiel kann man lernen. Wenn sie es mit Gottes Hilfe auch schaffen konnten, müßten wir dies eigentlich heute ebenso tun können. Und wenn sie am Sieg Jesu Christi festhalten konnten, wie haben sie dies trotz größter Verfolgung durch den Antichrist erreicht? Wir lesen dazu das folgende Wort Gottes:

Offenbarung 15, 1-4
1 Und ich sah ein andres Zeichen am Himmel, das war groß und wunderbar: sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit ihnen ist vollendet der Zorn Gottes.
2 Und ich sah, und es war wie ein gläsernes Meer, mit Feuer vermengt; und die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens, die standen an dem gläsernen Meer und hatten Gottes Harfen
3 und sangen das Lied des Mose (vgl. 2.Mose 15, 1), des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker.
4 Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine gerechten Gerichte sind offenbar geworden.
(Hervorhebung durch den Verfasser der Homepage)


Das Lied des Mose, auch für die Menschen der Bedrängnis das Symbol des Sieges

Was mußten die in der himmlischen Thronumgebung Angekommenen und vor der Bedrängnis des Antichristen Geretteten tun, um den Sieg über ihre Verfolger zu behalten? Dies kann aus dem oben zitierten Wort der Bibel in Offenbarung 15, Vers 3 entnommen werden:

Sie sangen das Lied des Mose. Was bedeutet das?
In 2. Mose 15, 1-2 und Verse 13-14 kann nachgelesen werden, was der Inhalt vom Lied des Mose besagt:
Der siegreiche Auszug aus Ägypten war geschafft. Das Verfolgerheer des Pharao war vor den Augen der Israeliten vollständig im Schilfmeer ertrunken, mit Roß und Reiter. Kein Verfolger war mehr zu sehen, nur Stille und Freude waren zu spüren. In diesem Moment stimmten die Geretteten voller Jubel das Lied des Mose an, sie, die sie mit der ganzen Familie und allem, was sie besaßen und mitnehmen konnten vollständig auf dem rettenden anderen Ufer des Schifmeeres trockenen Fußes angekommen waren. Was für ein großes und undenkbares Wunder Gottes war eben vor ihren Augen geschehen!
Und so lobten und priesen sie ihren Gott, für das, was sie noch vor kurzem mit eigenen Augen gesehen und erlebt hatten und für das, was ihr Gott für sie getan hatte.
Denen nach Offenbarung 15, 1-4 am gläsernen Meer Stehenden ist es wohl ähnlich ergangen. Sie stehen zwar nicht wie einst die Israeliten bei ihrem Auszug aus Ägypten auf ihre ertrunkenen Feinde zurückschauend am Schilfmeer, aber ihre Situation ähnelt der von damals sehr. Sie stehen an einem mit Feuer vermengten gläsernen Meer und blicken auf ihre Feinde, die darin zurückbleiben mußten.

Wir wissen, daß mit dem Meer in Offenbarung 13, 1 nach heutigem Verständnis die "Brutstätte des Bösen" gemeint ist. Das Meer war ursprünglich, also zur Zeit des Alten Testamentes, ein Abbild für die Urflut mit seinen Urweltungeheuern. Noch zur Zeit Jesu galt es wegen seiner Unüberschaubarkeit und Unberechenbarkeit als der Unterschlupf der dämonischen und chaotischen Mächte. Nach altjüdischem Verständnis geht vom Meer alle Bedrohung für die Menschen aus.
Vom Thron Gottes aus betrachtet, sieht man nach der Beschreibung des Johannes das Meer wie gläsern, als einen einziger Kristall (vgl. Offenbarung 15, 1-4). Hier in der unmittelbaren Thronumgebung Gottes geht anders als auf der Erde von diesem so beruhigten Meer keinerlei Bedrohung mehr aus. Denn das Böse ist dem, der auf dem Thron sitzt, unterlegen und kann sich gegen den heiligen Gott des Himmels und der Erde nicht behaupten. Der, der auf dem Thron sitzt, ist also stärker als jede Macht der Finsternis und der Hölle.

Johannes schaut in Offenbarung 15, 2 auf ein Meer mit Feuer vermengt. d. h. der väterliche Zorn Gottes tobt darin gerade über die Feinde Gottes der Erde. Es ist "Gottes Zorn der Vergeltung" nach Micha 5, 8-14 gemeint bzw. der “Tag (des Zorns) des Herrn” nach Zefanja 2, 1-3 u. Offenbarung 6, 17. Wir befinden uns also während der Zeit der endzeitlichen Gerichte Gottes, also kurz vor dem Ende.
Ein über die Feinde seiner Kinder zornig gewordener Vater straft und rächt die Seinen. Also eine sehr ernste Situation, für all diejenigen auf der Erde, die sich an seinen Kindern vergriffen haben.

Die Menschen am gläsernen Meer singen abermals das Lied des Mose, welches ein besonderes Lobpreislied darstellt. Dieses besondere Lied, mit dem die Sänger am gläsernen Meer denjenigen ehren, der auf dem Thron sitzt, können nur diejenigen singen, die soeben erleben konnten, wie sich das Blatt für sie gewendet hatte. Und nicht sie, sondern ihre hartnäckigen Verfolger trifft es nun schwer. Der Zorn Gottes hat jetzt die, die die Kinder des Lichts haßten, ereilt noch kurz bevor die Handlanger des Bösen zum entscheidenden Schlag ausholen konnten. Diejenigen, die an dem gläsernen Meer standen, haben ihren Bedränger und seine Helfer weit hinter sich gelassen und vollkommen abgeschüttelt.
So rettet Gott noch aus der schlimmsten Zeit der Trübsal heraus Menschen unbeschadet an das andere, rettende Ufer, Menschen die am Sieg Jesu Christi festgehalten haben. Er ist ein gerechter Gott, der unvergebene Sünden nicht ungestraft läßt. Halleluja!
Es bewahrheitet sich wieder einmal, im Lobpreis liegt die ganze Kraft, die wir so dringen benötigen. Wir sollten dies nicht vergessen.


Die Voraussetzung um siegreich sein zu können

Was mußten die verfolgten Israeliten tun, um zu ihrer Rettung beizutragen?
Sie mußten nach 2. Mose 14, 13-15 lediglich den wahren Gott freie Hand zum Handeln lassen, und damit dieses Handeln Gottes nicht blockiert wurde, sollten sie einfach stille sein. Die ganze Hoffnung auf den Herrn setzen, dies ist das wunderbare Geheimnis auch für die Menschen der »Zeit der Trübsal«. Die Führung durch die göttliche, väterliche Liebe schließt alle ein. Denn nach Jesaja 65, 24 sehen wir: Unser Gott antwortet uns noch bevor ihn darum bitten. Und wenn die Gerechten nach ihm schreien, wird Gott sie aus all ihrer Not erretten (vgl. Psalm 34, 18). Laßt uns also unseren Gott anrufen, dann erfüllt sich das Wort der Bibel in Jeremia 33, 3.

Mindestens genauso wichtig jedoch ist es heute, auf das was uns die Bibel zum Sohn Gottes, Jesus Christus (hebräisch Jeschua HaMaschiach), zu sagen hat, zu hören:

Jesaja 53, 4-5
4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Internetseite)


Das, was Glaube wirklich ist


Hebräer 11, 1-3

1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
2 Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.
3 Durch den Glauben erkennen wir, daß die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so daß alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.
(Hervorhebung durch den Verfasser der Homepage)

Der Glaube ist die einzige Möglichkeit und der einzige Weg, um mit Gott zu leben und ihm zu gefallen. Durch ihn allein gelangen wir und auch die Menschen der Zeit der Bedrängnis zur Seligkeit. Durch ihn allein erlangen wir unsere Rettung:
Johannes 20, 29
29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
(Hervorhebung durch den Verfasser der Homepage)

Der Glaube bestimmt das ganze Leben des Christen. Er begleitet uns auf all unseren Lebenswegen auch auf unserem Weg in die obere Heimat:

2. Korinther 5, 7
7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
(Hervorhebung durch den Verfasser der Homepage)

Der Glaube ist unsere einzige und unsichtbare Hoffnung. Er ist unser wunderbarer Halt in einer haltlosen Zeit und wird uns so zur Stärke. Durch ihn wissen wir uns von Gott gehalten und er trägt uns auch durch zukünftige Wüstenzeiten hindurch. Er ist das unsichtbare Band, das uns mit der Himmelswelt verbindet. Er versetzt uns in die Lage, trotz unserer offenkundigen Schwachheit Unmögliches zu vollbringen:

Römer 8, 24
24 Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht?
(Hervorhebung durch den Verfasser der Homepage)

Wir hoffen auf Jesus Christus und diese Hoffnung wird uns zur Freude. Diese Freude aber kann uns niemand mehr wegnehmen.

1. Petrus 1, 8
8 Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude,
(Hervorhebung durch den Verfasser der Homepage)

Durch den Glauben kann auch ein tief in die Sünde verstrickter Mensch in den Heilsplan Gottes hinein genommen werden. Dies kann man an der Hure Rahab sehr gut erkennen, die in der Bibel für ihren Glauben beispielhaft ist (vgl. Josua 2, 1 - 21 ). Sie setzte all ihre Hoffnung auf den Glauben, und daß Gott das Unmögliche möglich machen wird. Obwohl die damals gegebenen Tatsachen genau das Gegenteil zu beweisen schienen, glaubte sie dennoch fest an Gottes Stärke.
Die Erinnerung an Rahab prägte sich sogar bis heute dem Gedächtnis Israels auf unvergleichliche Weise ein. Und erstaunlicherweise erscheint ihr Name auch im Stammbaum Jesu (vgl. Matthäus 1, 5.)

Und so glauben wir fest an den Sieg des Himmels, auch wenn wir auf dieser Welt viel erleiden müssen und wenn es möglicherweise so aussieht, als würden wir unterliegen. Aber wir halten fest an der Hoffnung und sehen nicht nur auf unsere Feinde, sondern frohen Muts und voller Zuversicht auch auf die, die im Verborgenen hinter uns stehen. Und diese sind immer mehr an der Zahl! Dies durfte auch der Diener des Propheten Elisa erkennen, als ein sehr großes feindliches Heer die Stadt umlagerte (vgl. 2. Könige 6, 15-17).


Das Ziel der Errettung vor dem das Verderben bringenden Antichrist zur "Zeit des Endes" ist das Verlassen des gläsernen Meeres

Wo befindet sich das gläserne Meer und wo stehen die, die den Sieg behalten haben?
Wir, als die Betrachter von Außen, blicken damit auf die unmittelbare Thronumgebung des lebendigen Gottes, in der sich der Seher Johannes in seiner Vision jetzt befindet. Vor diesem himmlischen Tron stehen nun die aus der Bedrängnis Gekommenen in absoluter Sicherheit vor ihren irdischen Verfolgern. Und daß es sich um die himmlische Thronumgebung handelt, kann in Offenbarung 4, 6 nachgelesen werden. Hier wird sie sehr ähnlich beschrieben. Das gläserne Meer liegt zu Füßen des himmlischen Thrones, bzw. es kann demnach nur von der himmlischen Thronumgebung aus gesehen werden.
Hierher sind die Überwinder, die das Lied des Mose singen und den Sieg behalten haben, vor ihren Feinden geflohen.

Welcher himmlische Thron ist gemeint?
Wir lesen in Offenbarung 4, 2; Hesekiel 1, 26; Offenbarung 4, 2 und Psalm 47, 9, wer auf dem Thron sitzt. Es ist einer, der einem Menschen gleicht.  Dieser ist Jesus Christus. Wie herrlich!

Man sieht an dieser Stelle wieder einmal: Es lohnt sich innerlich stille zu sein, dabei voranzuschreiten und Jesus Christus nachzufolgen. Wären die Israeliten nicht im Glauben weitergegangen, das Schilfmeer hätte sich nicht vor ihnen geteilt. Bis zum Schilfmeer, bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, sind sie aber gegangen, obwohl sie wußten, daß es nach menschlichen Ermessen nun nicht mehr weitergen kann. Aber sie haben auf das große Wunder gehofft, und es ist gekommen. Die vermeindliche Falle wurde für die treu gebliebenen Überwinder zur offenen Tür in die Freiheit und zum Licht, welches die Finsternis überwunden hat. Aber für die sich sicher wehnenden Feinde Gottes wurde es zu deren Grab.


Der Weg der Befreiung ist der Weg, den die Liebe Gottes beschreitet

Wie sind letztlich die am gläsernen Meer Stehenden weitergegangen, als sie sich noch auf dem Weg zu ihrem Schilfmeer befanden?
Das im Glauben Voranschreiten und dabei am Sieg Jesu Christi festhalten bedeutet nach Offenbarung 15, 2 für diese aus der letzten Zeit, der Zeit der Bedrängnis Kommenden ein "den Sieg behalten über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens" (Tiere stellen in der Offenbarung des Johannes übrigens gottesfeindliche Mächte dar).

Im Folgenden wollen wir nun genauer beleuchten, was diese Einzelsiege für diese Menschen praktisch bedeutet haben mögen:


Die wichtigen Botschaften der drei Engel

Wir können in Offenbarung 14, 6-13 nachlesen, was die drei Engel den Menschen der Erde für wichtige Botschaften verkünden werden. Die Zeit, in der dies geschieht und die Umstände, die diese Zeit mit sich bringt, kann man folgendermaßen kurz umreißen:

Die Verachtung des Messias Israels durch den Antichrist zur "Zeit des Endes" kommt u. a. nun dadurch zum Ausdruck, indem er ihn und sein Kommen vorwegnehmend nachahmt und sich mit dem Beginn der Bedrängnis in den heiligen Tempel Israels, der dann wieder aufgebaut sein wird (gemeint ist der 3. Tempel), setzen wird und vorgibt, er selbst sei der von Gott gesandte Retter und König des Himmels und der Erde:
”Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott.” (vgl. 2. Thessalonicher 2, 4)  
Dieses "in den Tempel Gottes setzen" kommt in der Erfüllung der Prophetie zum sogenannten "Greuelbild der Verwüstung" nach Daniel 9, 27 und Daniel 11, 31, das auch in den Kapiteln "Das "Greuelbild der Verwüstung" wird durch den falschen Propheten mächtig - welche Person wird der falsche Prophet nach Offenbarung 19, 20 darstellen?" und "Das Verständnis des "Greuelbildes der Verwüstung" bzw. des in den Tempel Gottes Setzens, so, als sei der Tag des Herrn schon da" beschrieben ist, zum Ausdruck, die in der Zeit der zweiten Hälfte der großen Trübsal zur "Zeit des Endes", der sogenannten Zeit der Bedrängnis, seine zweite und letzte Erfüllung erhalten wird.
Diejenigen Menschen, gemeint ist der nach der Entrückung der wartenden Gemeinde Jesu Christi auf der Erde zurückgebliebene Rest der Kirche Jesu Christi, die dieser großen Lüge des Antichristen, d. h. dem "Greuelbild der Verwüstung", geglaubt haben, die dieses "in den Tempel Gottes setzen" tatsächlich für den wiedergekommenen, sich nun im dann wiederaufgebauten 3. Tempel Jerusalems aufhaltenden Messias Israels halten, d. h. die das sognannten "Greuelbild der Verwüstung" nach  Daniel 9, 27, Daniel 11, 31, das im Heiligtum stehen wird, als den König des Himmels und der Erden anbeten werden, lassen es nicht nur zu und bejahen, daß sie der Antichrist zur "Zeit des Endes" mit seinen großen Lügen selbst verführt und verlassen damit nicht nur selbst den heiligen Bund. Nein, sie werden für alle anderen Menschen der Erde, die nun erwartungsvoll und ängstlich auf sie und ihre Entscheidung blicken, zur Verführerin, weil sie mit ihrem sichtbaren Handeln die anderen Nichtchristen mitreißen, es ebenso zu tun. Ihr schlechtes Vorbild und ihre mangelnde Kenntnis der Heiligen Schrift werden nun den übrigen Menschen der Erde zum Verhängnis und zum Ungehorsam gegenüber dem wahren Gott Israels, der von ihnen als einziger Gott, d. h. allein angebetet werden möchte.

Die Besonderheit des ersten Engels, der in dieser Zeit erscheinen wird, ist die, daß er auch wirklich der erste Engel Gottes ist, der das Evangelium verkündendarf:

Offenbarung 14, 6-7
6 Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium
zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern
.

7 Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines
Gerichts ist gekommen!
Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Homepage)

Was bisher nie geschehen war, das Evangelium darf jetzt sogar ein Engel und zwar sogar der ganzen Erde verkünden. Dann erfüllt sich das Bibelwort aus Markus 13, 10 und Jesu Christus kann jetzt bald kommen.  
Er spricht damit vom wahren Christus und seiner hingebungsvollen Liebe und davon, was er Großartiges getan hat, als er noch auf der Erde weilte. Und er warnt vor dem sehr nahen Ende der Gnadenzeit, dem nun sehr bald hereinbrechenden Gericht und daß die Menschen der Erde den lebendigen Gott fürchten und ihm allein die Ehre geben sollen:
Selbst dann, wenn auf der Erde die größte Bedrängnis aller Zeiten wütet, dann wenn es kein Mensch mehr, außer den zwei Zeugen nach Offenbarung 11, 3-13 wagen bzw. dazu in der Lage sein wird, offen gegen den Antichristen und seinen falschen Propheten aufzutreten, selbst dann wird allen Menschen die frohe Botschaft, das Evangelium verkündet. Zu keiner Zeit also ist die Erde von Gottes Wort wirklich ganz verlassen! Und der lebendige Gott verlangt es dann auch nicht mehr, offen gegen den Antichristen zu kämpfen. Er allein errettet wie beim Auszug Israels aus Ägypten persönlich alle Menschen aus dieser schrecklichen Zeit, und dabei genügt es, für diejenigen, die später das Lied des Mose singen werden, einfach stille zu sein und auf die Errettung zu warten:
"Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein." (vergleiche 2. Mose 14, 14)

Und dann: Ein zweiter Engel folgt nach. Er spricht vom Sieg über die große Hure Babylon und davon, daß sie gefallen ist. Er sieht bereits vorher, daß sie das Gericht bereits schrecklich getroffen hat, und daß sie, die sie die Wohnstätte von so vielen Menschen war, jetzt verlassen ist. Niemals mehr wird nun irgend ein Mensch seine geistige Heimat in dieser nun völlig verwüsteten und für immer und ewig ausgelöschten Wohnstädte des Glaubens finden können. Die mit der "großen Hure Babylon" symbolisch gemeinte, nach der Entrückung der wartenden Gemeinde Jesu Christi an den Antichrist bzw. Antimessias zur "Zeit des Endes" abgefallene und nun, als in ihr auch ihr Bräutigam nicht mehr gehört werden konnte, völlig und gänzlich verweltlichte Institution Kirche, die zur Gefolgschaft bzw. Gemeinde des ersten Tieres aus dem Meer nach Offenbarung 13, 1-10 geworden war, ist nicht mehr und wird nie wieder sein.

Wir hören in Offenbarung 14, 8 also die mahnenden Worte des Gerichtsengels, der zur Zeit der Bedrängnis, d. h. in der zweiten Hälfte der Zeit der Trübsal, dann wenn Babylon, die große Stadt, sich gerade in ihrer Blütezeit befindet, den Untergang "Babylons", obwohl dieses furchtbare Ereignis zu diesem Zeitpunkt noch in der Zukunft liegt, als bereis geschehen und in der Vergangenheitsform verkündet:

Offenbarung 14, 8
8 Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker.
(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Homepage)

Was meint die Bibel mit dieser großen Stadt "Babylon", deren Vernichtung bei Gott im Himmel durch die Verwendung der Vergangenheitsform schon zu seinem unabänderlichen Ratschluß geworden ist und in der himmlischen Welt somit bereits als durchgeführt gilt, obwohl die Vollstreckung des Gerichts zum Zeitpunkt der Verkündung des Urteils noch aussteht? Betrachten wir dazu die Welt der Bibel zur Zeit des Alten Testaments:

Dann, ein dritter, ein letzter Engel folgt:

Offenbarung 14, 9-13
9 Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand,
10 der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.
11 Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt.
12 Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!
13 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach.
(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Homepage)

Der dritte Engel hat, wie wir in Offenbarung 14, 9-13 gelesen haben, ebenfalls eine überaus wichtige Botschaft zu verkündigen. Er warnt eindringlich davor, das Tier, den Antichrist und sein "Greuelbild der Verwüstung" anzubeten und davor, das mit dem "Zeichen seines Namens" gemeinte vom ihm vergebene Hautmal des lügenbehafteten Namens des Antichristen entweder an seine Stirn oder an seine Hand anzunehmen. Denn wer dies tut und sein Symbol und Aushängeschild damit auf der Haut sichtbar zur Schau trägt, denjenigen trifft in vollem Maße der Zorn Gottes. Derjenige wird außerdem in die ewige Verdammnis geworfen werden.
"Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt." (vgl. Offenbarung 14, 11)

Wie schrecklich. Von Ewigkeit zu Ewigkeit wird die Qual dieser Menschen nicht aufhören und sie werden keine Ruhe finden bei Tag und bei Nacht!

Aber es gibt sie, die sich die wichtige Botschaft der drei Engel auf ihr Herz geschrieben haben.
Es sind, "die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens, die standen an dem gläsernen Meer und hatten Gottes Harfen".

Über wen bzw. was die Sänger am gläsernen Meer kongret den Sieg behalten haben und wie sie trotz der schrecklichen Verfolgung dieser Zeit sogar ihr Leben davontrugen, kann man in der als Download -Angebot vorliegenden Ausarbeitung zur Offenbarung des Johannes im Kapitel "Die den Sieg behalten, entfliehen dem Zorn Gottes" nachlesen.

Und ein Weiteres kann man dieser Textstelle aus der Offenbarung des Johannes in Offenbarung 15, 1-4 entnehmen:
Man erkennt voller Freude, daß die Liebe Gottes nach dem Hereinbrechen der »Zeit der Trübsal« selbst noch in der Zeit der Bedrängnis nicht aufhören wird! Selbst dann also ist für die Menschen der Erde noch Gnadenzeit.
Die große Gnade Gottes, die Vergebung der Sünden und die Versöhnung mit Gott in Jesus Christus, seinem Sohn, gilt demnach ausnahmslos für alle Menschen, die zur Umkehr bereit sind, und jeder kann Errettung finden. Derjenige, der lediglich stille hält, wird vom lebendigen Gott an das rettende Ufer geführt.
Mose befahl nach 2. Mose 14, 14 dem verängstigten Volk lediglich stille zu sein, während der Gott Abrahams gegen den Pharao und seine Soldaten für sie stritt. So erging es jedenfalls den Israeliten beim Auszug aus Ägypten, als sie wie in eine ausweglose Falle geraten am Schilfmeer standen und nicht weiter wußten. Und die Israeliten vertrauten dem Wort Mose, blieben stille, und ihr Gott siegte für sie über ihre Verfolger, und sie konnten mit allem was sie besaßen so den Sieg behalten.

Der Verfasser dieser Homepage ist davon überzeugt, daß auch die Überwinder der Zeit der Bedrängnis allein im Ausharren und Stille halten durch ihren rettenden Gott den Sieg davontragen. Lehnt sich doch das weiter oben gezeigte Bibelwort aus Offenbarung 15, 1-4 in seiner bildlichen Darstellung sehr stark an den Text der Heiligen Schrift, nachzulesen in 2. Mose, Kapitel 14, 13 bis 2. Mose, Kapitel 15, 21 an.


Das Warten auf einen Auserwählten Gottes, den sogenannten Messias, erhält in Israel wieder neues Gewicht

Dem jüdischen Volk ist ein sogenannter Messias, ein "Auserwählter Gottes", versprochen. Der Messias aber heißt Christus (vgl. Johannes 4, 25).
Das griechische Wort "Christos" aus dem ursprünglichen hebräischen Wort "Ha-Maschiach" wurde im Lateinischen zu "Christus" geformt (da sehr ähnlich dem Wort "chraestos", das mild, sanft, angenehm, ehrbar, lieblich, freundlich und gütig bedeutet und mit dem man Jesus Christus sehr gut charakterisieren konnte) und kann aus dem Griechischen mit "der Gesalbte" übersetzt werden. Das Gleiche drückt aber auch das Wort Messias aus. Die Bezeichnung Messias ist also ein besonderer Ehrentitel für den "Auserwählten Gottes".
Darum ist der jüdische Messias gleichzeitig der ins Fleisch gekommene Retter des lebendigen Gottes. Und weil er der ins Fleisch gekommene Retter des lebendigen Gottes ist, wurde er zur Zeit Jesu er auch der Menschensohn genannt.
Als der von Gott "Gesalbte" ist der Messias damit der kommender König Israels. Er ist der in der Bibel angekündigte und lange erwartete König der zukünftigen Heilszeit.
Denn der im Judentum erwartete und von Gott gesandte Retter ist der Messias, wobei der Ausdruck "Messias" aus dem Griechischen übersetzt ebensoviel wie "der Gesalbte (Gottes)" bedeutet (vgl. Johannes 1, 41).
Wegen seiner prophezeiten direkten Verwandschaft zum einstigen und legendären jüdischen König David war zur Zeit Jesu als gebräuchliche hebräische Bezeichnungen für den Messias auch die Redewendung "Sohn Davids" üblich (vgl. Matthäus 21, 15).
Die Kombination des Vornamens "Jesus" mit seinem Titel "Christus" ergibt übrigens in Kurzform das christliche Glaubensbekenntnis „Dieser Jesus (durch den Gott rettet) ist der Messias (der Gesalbte, der Sohn Gottes), das auch von den messianischen Juden und Christen aus Jerusalem, die die hebräische Umgangssprache verwenden, mit "Jeschua HaMaschiach" ausgesprochen wird.

Die Messiasverheißung ist also ursprünglich eine reine jüdische Verheißung. Die jüdischen Christen, die das erkannt haben und sich so in Jesus Christus mit den Nationen versöhnen konnen, finden zurück zur ursprünglich universellen Gemeinde, deren Glieder Kinder des lebendigen Gottes, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs heißen und in die die Christen aus den Nationen bzw. Heidenvölkern aufgenommen werden. Denn die universelle Gemeinde ist im Gegensatz zur lokalen Gemeinde die geografisch weltweite Heilsgemeinde all derer, die in Jesus Christus erlöst sind.

Die Mehrzahl der Juden haben in Jesus Christus, hebräisch Jeschua HaMaschiach, nicht den versprochenen Retter und in seiner Kreuzigung nicht das große Gnadengeschenk Gottes erkannt. Mit der Hinrichtung Jesu Christi am Fluchholz in Golgatha entschwand dem Volk Israel der Hoffnungsgedanke, daß Jesus Christus ein "Auserwählter Gottes" also der Messias gewesen sein könnte.
Jesus Christus als der Sohn Gottes, für viele Juden nachwievor undenkbar!
Auch wenn zur Zeit Jesu die Juden den kommenden Messias mitunter als Sohn Gottes bezeichneten, muß das nicht gleichbedeutentend sein mit der Anerkennung der Sohnschaft eines Fleisch gewordenen Gottes. Der erwartete Messias als Sohn Gottes, dies wurde vor ca. 2000 Jahren nur im übertragenen Sinne verwendet. Gemeint ist hier "im Auftrag Gottes handelnd, Gott sehr nahe sein".
Ein von Gott gezeugter, dem Wesen nach vom himmlischen Herrscher abstammender, Fleisch gewordener Sohn Gottes, das war für die meisten damaligen Juden undenkbar und provozierte die Hohenpriester bis auf´s Höchste. Auch heute noch glauben sehr viele Juden, daß ein Sohn Gottes, falls es ihn wirklich geben könnte, niehmals dann auch noch ein sterblicher Mensch mit all seinen begrenzten Möglichkeiten werden würde.
Die Mehrheit des jüdischen Volkes konnte darum den stellvertretenden Opfertod Jesu Christi bislang nicht annehmen, da nach ihrem Verständnis ein Messias niehmals so kläglich enden durfte. Und wie sollte ein ins Fleisch gekommener Gott, der doch ohne Sünde ist, stellvertretend für die Sünden der Menschen sterben? Derjenige, der doch heilig ist und ewig lebt, soll sterben?
Sein auserwähltes Volk hat Gottes Heilsplan mit den Menschen in seiner ganzen Größe und damit die Tiefe der Liebe Gottes zu den Menschen bis heute nicht erfaßt, da ihnen das Licht Gottes, der heilige Geist, diese große Gnade Gottes bisher nicht offenbarte.
Mußte doch das wahre Opferlamm Gottes ohne Sünde sein! Denn nur ein Opferlamm ohne eigene Last, ohne eigene Sünde, ist im wirklich Stande, die Sünde anderer auf sich zu nehmen und zu tragen (vgl. das in Jesaja 53, 1-12 zum Messias Prophezeite).

Daß Sünde eine Trennung von Gott zur Folge hat, mußten die Israeliten im Laufe der Geschichte ihres Volkes mehrmals am eigenen Leib spüren. Und eine Trennung von Gott durch Sünde bedeutete damals für den Staat Israel, daß dann der Schutz von ihren Feinde nicht mehr vorhanden war. Israel geriet in der Folge einer Versündigung, ohne anschließend Buße zu tun, in der Regel eine Zeit lang, d. h. eine begrenzte Zeit, unter Fremdherrschaft.
Weil sie sich mit der Kreuzigung Ihres zu ihnen gesandten Messias Jesus Christus selbst, also aus eigenem Entschluß heraus von demjenigen getrennt hatten, der zu ihnen kam und ihr Gott ist, trennte sich auch ihr Gott nach ca. 40 Jahren Bedenkfrist und des Angebots der Möglichkeit zur Umkehr schließlich im Jahre 70 n. Chr. selbst eine längere Zeit von ihnen. Der Schutz den die Juden vor den sie angreifenenden römischen Soldaten zuletzt im Jerusalemer Tempel, also im Hause Gottes, bei ihrem Herrn suchten, wurde ihnen versagt. Ihr Gott hatte sich jetzt aus dem irdischen Heiligtum Israels gänzlich in sein himmlisches Reich zurückgezogen, dorthin, wo sich auch sein auserwählter Menschensohn, der von Gott zu ihnen gesandte Messias, nach seiner Auferstehung hinbegeben hatte.
Von Ihm, dem Christus und König Israels, wird gesagt, daß er erst dann wieder zurück in sein Land kommen würde, wenn sein Volk zu ihm umkehren würde und danach wiederum erst genau dann, wenn die Juden darauf großen Wert legen würden, zu prüfen, ob jemand wirklich von Gott gesandt ist oder ob er das nur vorgibt:
"Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!" (Matthäus 23, 39)

Heute erleben wir, daß Gott sich Israel gerade wieder zuzuwenden beginnt. Israel wurde im Jahr 1948 wieder als Land auf der politischen Landkarte der Erde sichtbar und beginnt zunehmend wieder zu grünen und zu blühen.

Daß Jesus Christus am Kreuz als das Gott wohlgefällige Opferlamm Gottes für die Sünden aller Menschen starb, ist aber bis heute für die Mehrzahl der Juden immer noch nicht relevant, da sie sich selbst als das von Gott auserwählte Volk ansahen. Daß aber ihr Gott gerade ihnen, eben weil er dieses Volk besonders liebt, die einzige Möglichkeit zum Leben zuerst anbot und Israel damit vorrangig behandelte (Jesus sagte in Matthäus 15, 22-28 einer kanaanäischen Frau, daß er nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels gesandt sei), sehen sie nicht.
Ein Messias, der Erlösung von den Sünden bringen sollte und dies später, nachdem er von seinem Volk zurückgewiesen worden war, sogar gleichermaßen für die Heidenvölker, das lag bislang außerhalb des Verständnisses der Juden, obwohl das Erstere bei Jesaja 53, 1-12 geschrieben steht und das Zweitere den Israeliten beispielsweise in 1. Mose 12, 3; 1. Mose 22, 18 und 1. Mose 28, 14 und bei Jesaja 49, 5-7 und Jesaja 66, 19-22 angekündigt worden war.
Wohl bis heute können die Juden nicht erfassen, daß sogar ein mitgekreuzigter Schwerverbrecher von Jesus noch Zuspruch zum ewigen Leben erhalten konnte. Aber genau das versprach der bereits im Todeskampf stehende Christus einem der beiden mit ihm zusammen hingerichteten Gewalttätern noch von seinem eigenen Kreuz herab. Er tat dies bedingungslos, also ohne wenn und aber, dann als er hörte, wie dieser den anderen Übeltäter über sein hönisches Verhalten gegenüber Jesus tadelte und ihn, den Gekreuzigten Heiland, anschließend reuhevoll um ewiges Leben bat.
Er, der die Liebe predigte und gebot, hatte noch in diesem Moment seiner furchtbaren Schmerzensqual und seines Todeskampfes ein offenes Herz für den umgekehrten Sünder. Und dies genügte für dessen ewiges Leben in Gottes Nähe.
Der andere, mitgekreuzigte Schwerverbrecher wollte auch jetzt sein Leben nicht ändern. Was für eine große Gelegenheit hatte sich diesem Sünder geboten. Er packte die einmalige Chance nicht am Schopf, verwarf den Sohn Gottes und muß so die Ewigkeit in Gottes Ferne zubringen. Wie furchtbar!


Die jüdische Messiaserwartung

Weil in der Vergangenheit dem Messias im jüdischen Umfeld eine andere Bedeutung zugedacht wurde, lag dort der Schwerpunkt der Erwartung nicht auf der Erlösung der einzelnen Seele von den Sünden, sondern darauf, daß der Messias, sobald er erscheint, eine Herrschaft über die Völker der Erde antreten wird. Er wird so auf der Erde endlich für Gerechtigkeit sorgen und den lang ersehnten Frieden zwischen den Völkern stiften.
Aus diesem Grund tun sich die Juden schwer daran, die Erlösung ihrer Seele persönlich anzunehmen, solange ihr Volk in Knechtschaft lebt und der Frieden nicht in ihrem Land kommen will. Diese Assoziation hat verhängnisvollen Charakter.   
Dieses bereits sehr alte Messiasbild hat sich in der jüdischen Denkweise bis heute erhalten. Jesus Christus wird für das heilige Volk erst dann zum persönlichen Heiland und Retter werden, wenn über ganz Israel der Geist der Gnade und des Gebetes ausgegossen worden ist (vgl. bei Sacharja 12, 10 und das bei Gottes Volk Geschriebene).
Dies bedeutet aber eine Revolution im bisherigen Denken. Wir wollen dem heiligen Geist dazu kein Hindernis in den Weg stellen, wenn er an unseren Herzen arbeitet.



Darstellung der jüngsten Entwicklung im heiligen Land

Heute sieht die Siuation in Israel noch anders aus:
Wir erinnern uns:
Bereits im Jahre 1648 wurden gegen die Juden Progrome verhängt. Damals mußten die Ostjuden nach den furchtbaren Progromen des Kosaken- und Tatarenaufstandes unter Chmielnicki 1648 Polen verlassen.
In Deutschland sind die
Pogrom-Tage vom 7. November bis 10. November 1938 unter anderem mit der "Reichskristallnacht" unrühmlich in die Geschichte eingegangen.
Mit dem Holocaust im Hitler-Deutschland, der damit verbundenen Judenverfolgung und den ca. sechs Millionen Holocaust-Toten wurde der Glaube der Juden an ihren Gott und einen Messias langfristig gestört.
Diese Vergangenheit lastet schwer auf den Schultern des jüdischen Volkes und hat bei den meisten Menschen dieses Volkes die Herzen in Richtung Versöhnung mit Deutschland verschlossen. Außerdem ruft der Gedanke an diese Vergangenheit heute noch ein Trauma bei allen Juden hervor:
So wie auch der Verfasser dieser Homepage eine geraume Zeit lang einen undurchsichtigen und undurchdringlichen Zaun zwischen sich und dem lebendigen Gott Israels verspürte, ihn und sein eingreifendes Handeln in seinem persönlichen Leben nicht mehr sehen konnte aber dennoch an seiner Beziehung zu ihm festhielt, ihn also nicht gänzlich verwarf, spürt auch das Volk Israel heute noch, über 50 Jahre nach dem Holocaust, ein Stück weit diese Gottverlassenheit, die sich im Sprechen "Der Himmel war geschlossen. Es gab keine Antwort vom Himmel." wie eine Ohnmacht äußert, die über dieses Volk gekommen war und bis heute immer wie ein Leichentuch auf ihm liegt und noch immer nicht weichen will.

Eines aber wird auch hier bereits in der Formulierung ihres Schmerzes deutlich sichtbar, nämlich daß trotz allem Zionismus dieses Volk ihren Gott dennoch nicht gänzlich vergessen oder sich vom ihm abgewand hat.
Es verspürt ebenso, wie der Verfasser dieser Homepage es in dieser Hinsicht jahrelang erleben mußte, einen undurchsichtigen und undurchdringlichen Zaun zwischen sich und ihrem lebendigen Gott sowie zusätzlich bezgl. des Kommens des diesem Volk versprochenen Messias ein Unverständnis gegenüber den betreffenden Verheißungen der Propheten.
Und dieses, sein auserwähltes Volk wartet, auch wenn es mehrheitlich den vom himmlischen Vater gesandten Sohn Gottes in der Vergangenheit verworfen hatte, immer noch und heute mehr denn je auf das Kommen des versprochenen Messias. Denn die Mehrheit diese Volkes hat die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes, die in Jesus Christus Gestalt annahm, nicht erkannt und ihre Herzen haben sich, so wie es auch beim Schreiber dieses Textes eine geraume Zeit lang der Fall war, verhärtet.

Der Schreiber dieser Internetseite tat es in der Vergangenheit, und das Volk Israel tut es noch in der Gegenwart:  Der Verfasser dieser Homepage stimmte und das Volk Gottes stimmt in das Klagen Hiobs ein.
Es zeigt sich in den kleinen Bittbriefen der Juden, die den Schmerz über den zerstörten zweiten Tempel ausdrücken und die täglich zwischen die Steine der Klagemauer in Jerusalem geschoben werden.
Denn dies ist der von den Römern bei dessen Zerstörung im Jahre 70 n. Chr. zum Zwecke der Machtdemonstration des Römischen Reiches und zwar als Zeichen des Sieges über die Juden stehengelassene Überrest einer Wand des ehemaligen 2. Tempels von Jerusalem, der heute noch sichtbare Teil der Westmauer des Tempels.
Und Heute geht das Bestreben mehr den je in die eine Richtung, den Tempel bzw. was davon übrig geblieben ist, wieder aufzubauen. Verschiedene Tempelbewegungen, und zwar ganz besonders die starke Bewegung der "Getreuen des Tempelberges", außerdem ein eigens zum Wiederaufnehmen des priesterlichen Tempelbetriebes im Ostteil von Jerusalem gegründetes Tempelinstitut, das die im Tempel benötigten Geräte und Priestergewänder nach genauen Vorschriften nachbaut, und zusätzlich ein nachbaufähiges Modell des 3. Tempels einer Talmud-Schule in Ostjerusalem sind anschauliche Zeugen der Sehnsucht der Juden nach einer neuen Begegnungsstätte mit ihrem für sie unsichtbar gewordenen Gott.
In der "Ateret Cohanim", einer Talmudschule und Synagoge, werden heute bereits Priester, die Nachkommen sind von Aaron, dem Bruder von Mose, zu Priestern des zukünftigen 3. Tempels ausgebildet.
Ja sogar die für den Beginn des Opferdienstes des 3. Tempels nach 4. Mose 19 notwendige rote junge Kuh konnte vom Tempelinstitut bereits aus dem Ausland von der Ranch eines Christen aus Mississippi in den USA wiederbeschafft werden. (vgl. die Puplikation: "Jerusalem - Hindernis oder Chance für den Weltfrieden - Teil 2/2" von Roger Liebi)
Mit dem Opfer der roten jungen Kuh wird ein Reinigungswasser hergestellt, mit dem Priester zuerst gereinigt werden müssen. Es wird aus der Asche dieser Kuh mit Wasser vermischt hergestellt. Ohne dieses speziellen Reinigungswassers könnte wegen der sonst verbliebenen Unreinheit der Pieseter gar nicht erst mit dem Opferdienst des 3. Tempels begonnen werden.
Diese lange Zeit ohne Opferdienst sollte der bereits in Gang gekommenen, in diese Richtung wegweisenden Entwicklung zufolge nun ein baldiges Ende nehmen. 
Aber die Wiederaufnahme dieses Dienstes im wiederaufgebauten 3. Tempel in Jerusalem ist auch die Zeit des Machtantrittes des Antichristen, der sich den Messias nachahmend eben in diesen Tempel setzen und vorgeben wird, daß er Gott sei (vgl. 2. Thessalonicher 2, 3-4). Er wird es dann auch sein, der das dann wieder aufgenommene tägliche Opfern im 3. Tempel abschaffen (vgl. Daniel 9, 27) und die Gesetze des Mose abändern wird (vgl. Daniel 7, 25). Die Juden, die Jesus Christus als den zu ihnen gesandten Missias heute ablehnen und dies dann immer noch tun werden, stehen nun in der akuten Gefahr, so wie es Jesus selbst vorhergesagt hat, statt dessen einen falschen Messias anzuerkennen (vgl. Johannes 5, 43).

Es gibt bezügl. der Bestrebungen für den Bau des 3. Tempels von Seiten des Islam bis hin zu massiven Schießereien großen Widerstand:
Denn, auf dem ehemaligen Tempelplatz in Ostjerusalem steht noch immer die sogenannte Omar Moschee, die den sie besuchenden Touristen auch unter dem Namen "Felsendom" bekannt gemacht wird. Der Platz gehört zwar nach dem Papier dem Land Israel, aber die Präsenz des Islam ist unbeugsam.
Die meisten Archäologen in Israel sind sich in diesem Punkt einig: Der Standort der Omar Moschee, das ist der exakte Platz, an dem der 2. der Tempel, der Tempel zu Jesu Zeiten stand.
Die Omar Moschee ist über einem Felsen gebaut, und man vermutet, daß dieser Fels der Ort des Altars vielleicht sogar der Ort des Allerheiligsten des Tempels war.
Der Tempelberg ist also ein heftig umkämpfter Ort, an dem immer wieder zwei völlig gegensätzliche Religionen aufeinanderprallen.
Man denke beispielsweise an den Herbst, im Oktober 1990, als 3000 Moslems Steine und Kartoffeln bespickt mit Rasierklingen und Metallgegenstände oben vom Tempelplatz die Klagemauer hinunter warfen, und es waren unterhalb über 20.000 betende Juden versammelt. Aber die Vorbereitungen zum Bau des 3. Tempels gehen trotzdem weiter.

Das jüdische Volk schließt sich trotzdem immer noch mehrheitlich der Klage Hiobs an, der zusammen mit seinen drei Freunden Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama nach einem gemeinsamen siebentägigen Schweigen als erster wieder Worte fand, sein großes und unsagbares Leid verbal auszudrücken:

Hiob 3, 1-26
1 Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
2 Und Hiob sprach:
3 Ausgelöscht sei der Tag, an dem ich geboren bin, und die Nacht, da man sprach: Ein Knabe kam zur Welt!
...
6 Jene Nacht - das Dunkel nehme sie hinweg, sie soll sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen noch in die Zahl der Monde kommen!
...
20 Warum gibt Gott das Licht dem Mühseligen und das Leben den betrübten Herzen
21 - die auf den Tod warten, und er kommt nicht, und nach ihm suchen mehr als nach Schätzen,
22 die sich sehr freuten und fröhlich wären, wenn sie ein Grab bekämen -,
23 dem Mann, dessen Weg verborgen ist, dem Gott den Pfad ringsum verzäunt hat?

24 Denn wenn ich essen soll, muß ich seufzen, und mein Schreien fährt heraus wie Wasser.
25 Denn was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen, und wovor mir graute, hat mich
getroffen
.

26 Ich hatte keinen Frieden, keine Rast, keine Ruhe, da kam schon wieder ein Ungemach!"
(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Internetseite)

Mit Vers 23 will Hiob wohl ausgedrücken, daß sich Gott nun auf seinen Wegen permanent vor seinen Augen, auch seinen geistigen, verbirgt, indem er zwischen sich und ihm einen undurchsichtigen und undurchdringlichen Vorhang, der einem Zaun oder einer Mauer gleicht, also ein undurchdringliches Bollwerk ist, aufgerichtet hat.

Infolge dieser erlebten Gottverlassenheit  herrscht in Israel heute hauptsächlich eine zionistische und humanistische das heißt aber auch eine atheistische Denkweise vor.
Der Glaube an die Führung Gottes und seinen für diese Volk gemachten Verheißungen, ist total verschüttet worden. An diese Stelle rückte eine Freiheitsbewegung mit der Selbstverwirklichung eines sehr alten Traumes des jüdischen Volkes.
Die zionistische Bewegung ist eine während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene jüdische National-Bewegung, die sich für einen eigenen jüdischen Staat einsetzt. Zion heißt einer der Hügel Jerusalems. Hiervon leitet sich auch der Name für die Bewegung ab, die die Rückkehr aller Juden in das Land Israel mit dem religiösen Mittelpunkt Zion (Jerusalem) propagiert.
Leider berufen sich all diese Bewegungen auf die eigene Stärke und nicht auf die Führungsrolle Gottes und sind damit nicht messianischer Natur.

Aber die Israeliten erleben auch etwas Neues: Gott offenbart sich wieder und das zunehmend einzelnen Menschen dieses Volkes in seinem Sohn Jesus Christus.


Gott wendet sich zu Israel und nun auch zu den Nationen

Durch den Messias wendet sich Gott nicht ausschließlich an sein Volk, sondern zusätzlich auch zu den Nationen.

Ein Messias, der Erlösung von den Sünden bringen sollte und dies später, nachdem er von seinem Volk zurückgewiesen worden war, sogar gleichermaßen für die Heidenvölker, das lag bislang außerhalb des Verständnisses der Juden, obwohl das Erstere bei Jesaja 53, 1-12 geschrieben steht und das Zweitere den Israeliten beispielsweise in 1. Mose 12, 3; 1. Mose 22, 18 und 1. Mose 28, 14 und bei Jesaja 49, 5-7 und Jesaja 66, 19-22 angekündigt worden war.
Darum prüften damals die ersten Christen, die ja ausschließlich Juden waren, ob das nun wirklich stimmte, daß Gott sich durch den Messias Jesus Christus auch den Nationen zuwandte. Sie hatten bisher nur das Gesetz des Mose, das eine Trennung zwischen Juden und den Nationen gebot. Die Isrealiten waren schlecht hin das heilige Volk Gottes. Ihnen allein hatte sich Gott in der Vergangenheit zugewandt. Sie hatten bisher allein alle Gottesoffenbarung empfangen und konnten es nicht recht glauben, daß jetzt über den Messias auch den Nichtjuden des Heil Gottes galt und seine Zusage, Mitbürger und Erben des Reiches Gottes zu werden.
Und das sollten wir als Christen, die wir zu den Nationen gehören nie vergessen. Das Evangelium haben uns die ersten Christen gebracht, die allesamt Juden waren.

Jesus Christus bezeichnete charakteristisch die messianischen Juden als "die Meinen", aber die Christen aus den Nationen als die "anderen Schafe", die nicht aus diesem Stall sind, in den sie Seinen wohnen. Er sprach:

Johannes 10, 14-16
14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich,
15 wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.
16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.
(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Internetseite)
Der Ölbaum, das Bild für das messianische Israel, gilt durch alle Zeiten hindurch. Wir, die wir aus den Nationen bzw. Heidenvölkern stammen, werden in diesen Baum lediglich eingepfropft, gehören nur auf diese Art und Weise mit dazu, erhalten den Lebenssaft aus dem Ölbaum und können uns nicht allein ernähren oder gar über Israel hinwegstellen. Aber auch die ausgebrochenen natürlichen Zweige nach Römer 11, 1-36 Verse 17-24 können in diesen Baum wieder eingesetzt werden.
Dies geschieht heute bereits vor unseren Augen. Nach fast 2000 Jahren gibt es sie wieder in Israel, die jüdischen Gläubigen in Jesus Christus. Auch wenn die seit etwa Mitte der siebziger Jahre begonnene Erweckung in Israel keinen spektakulären Charakter aufweist, haben sie in Jesus Christus gemeinsam mit den Christen aus den Nationen ihren Frieden gefunden und sich mit ihren Glaubensbrüdern versöhnt. Sie sind auf diese Weise  zum ursprünglich zugedachtem Weg Gottes mit seinem auserwählten Volk zurückgekehrt.
Und sie besitzen nach fast 2000 Jahren dadurch erstaunlicherweise wieder beides: einen lebendigen Glauben an den gekreuzigten Messias und ihre jüdische Idendität zum heiligen Volk.
Das ist momentan noch relativ selten in Israel, denn viele Israeliten, verloren, als sie zum Glauben an Jesus Christus kamen, ihre Idendität als Jude. Bei diesen, die wieder Beides besitzen, ist das ursprüngliche Messiasbild wieder hergestellt, das ab ca. dem 2. Jahrhundert n. Chr. bis heute, also über so viele Jahrhunderte hinweg verzerrt gewesen war. Und dies ist auch heute noch bei sehr vielen Juden so.
Die jüdischen Christen haben für sich erkannt, daß die Verheißungen über den Messias von Gott von Anfang an ausschließlich dem Volk Israel gemacht wurden.
Die Messiasverheißung ist also ursprünglich eine reine jüdische Verheißung. Die jüdischen Christen, die das erkannt haben und sich so in Jesus Christus mit den Nationen versöhnen konnen, finden zurück zur ursprünglich universellen Gemeinde, deren Glieder Kinder des lebendigen Gottes, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs heißen und in die die Christen aus den Nationen bzw. Heidenvölkern aufgenommen werden. Denn die universelle Gemeinde ist im Gegensatz zur lokalen Gemeinde die geografisch weltweite Heilsgemeinde derer, die in Jesus Christus erlöst sind.

Eine solche lokale jüdische Gemeinde, die  für sich erkannt hat, daß die Verheißungen über den Messias von Gott von Anfang an ausschließlich dem Volk Israel gemacht wurden, dann aber auch für die Nationen Gültigkeit bekam, findet man beispielsweise in der Altstadt von Jerusalem. Ihr Leiter ist der in Deutschland durch seine Besuche bei vielen bekannte Benjamin Berger, Pastor der messianischen Christ-Church. Ca. 40 % der rund 200 Gemeindeglieder der Christ-Church gehören den Nationen an. Sie erleben dort versöhnt in Jesus Christus mit ihren israelischen Glaubensbrüdern die von Gott so gewollte universelle Gemeinde als Einheit und wahres Bild der Gemeinde Jesu Christi. Christen aus Israel und aus den Nationen sind hier gemäß den weiter vorn bereits gelesenen Worten aus Johannes 10, 16 in Jesus Christus "eine Herde" geworden, die einen gemeinsamen Hirten besitzen.


Die Suche nach der Ursache der Spaltung der universellen Gemeinde - ihr Ursprung und wer sie ist

Wie wir wissen, wird sich die für die "Zeit des Endes" angekündigte große Hure "Babylon" einmal aus dem nach der Wegnahme bzw. Entrückung der auf ihren Herrn wartenden universellen Gemeinde zurückgebliebenen und an den Antichrist abfallenden Überrest aller Gläubigen toten Glaubens gründen, welche die Keimzelle derjenigen Gefolgschaft des zweiten Tieres ist, die der Antichrist während der Zeit der großen Drangsal bzw. endzeitlichen Bedrängnis im Zuge einer gewaltsamen Mission aus allen Erdbewohnern ergänzt und rekrutiert.
Denn gleich zu Beginn der in Daniel 9, 27; Daniel 11, 31Daniel 12, 1; Matthäus 24, 15-21 und Markus 13, 19-22 beschrieben großen Drangsal bzw. endzeitlichen Bedrängnis tritt der Antichrist zur "Zeit des Endes" mit Hilfe seines personenhaften »Anstelle-von-Christus« und falschen Prophet nicht nur seine Herrschaft offen an, sondern beginnt sofort damit, seine Gefolgschaft bzw. Gemeinde um sich zu scharen. Aber nicht nur von dieser seiner ihm zugeneigten und willigen Gefolgschaft bzw. Gemeinde, sondern auch von den übrigen Menschen der Erde wird er von Beginn seiner Erscheinung an und unter immer größer werdendem Druck Anbetung abverlangen (vgl. in Offenbarung 13, 7-8).

Wenn wir auf die Zukunft unserer Erde schauen, können wir aus der heutigen Sicht mit Recht sagen: Wie gut, daß es sie noch gibt, die universelle, auf ihren Herrn wartende Gemeinde Jesu Christi. So stellt diese seit der Ausgießung des heiligen Geistes von ihrem lebendigen Gott die aus der ganzen Welt herausgerufenen große Familie des Herrn dar, die die Kindschaft Gottes ihrem Herrn und Heiland Jesus Christus, der sie weidet und leitet und dem sie wie eine Herde ihrem Hirten nachfolgt, verdankt. Denn die universelle Gemeinde ist im Gegensatz zur lokalen Gemeinde die geografisch weltweite Heilsgemeinde derer, die in Jesus Christus erlöst sind und die auf seine Wiederkunft und das kommende Reich Gottes hoffen.
Die universelle, auf ihren Herrn wartende Gemeinde Jesu Christi ist die erste große Vorerfüllung der Prophetie aus Psalm 86, 9-10:

"9 Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren,
10 daß du so groß bist und Wunder tust und du allein Gott bist."
(Psalm 86, 9-10; Hervorhebungen durch den Verfasser dieser Homepage)

Wenn wir jedoch auf die Anfänge jener dem Herrn treuen Christusnachfolger schauen, können wir feststellen, daß die Messiasverheißung ursprünglich eine reine jüdische Verheißung ist und ausschließlich in Israel seine Wurzeln hat. Auch die heute existierenden jüdischen Christen, die das erkannt haben und sich so in Jesus Christus mit den Nationen versöhnen können, finden darum zurück zu den jüdischen Ursprüngen der universellen Gemeinde, deren Glieder Kinder des lebendigen Gottes, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs heißen und in die die Christen aus den Nationen bzw. Heidenvölkern aufgenommen werden (vgl. das in Römer 11, 17-24 Gesagte).

Wir hoffen darum heute, daß sich die Christen aus den Nationen nicht noch einmal über ihre jüdischen Glaubensbrüder in Jesus Christus hinwegstellen. So war es aber in der Vergangenheit lange Zeit geschehen und das mit weitreichenden Folgen:
Mit dem Apostelkonzil oder auch Jerusalemer Konzil genannt, wird die Zusammenkunft der Apostel der frühen christlichen Kirche bezeichnet. Dieses erste Konzil datieren Historiker zwischen den Jahren 47 und 49 n. Chr.
Als Teilnehmer des ersten Konzils werden Jakobus, Petrus und Johannes von der Jerusalemer Kirche sowie die missionarisch reisenden Paulus und Barnabas genannt. Wir finden auch in der Bibel Berichte darüber, was auf diesem Konzil gesprochen wurde. Es steht geschrieben in Römer 11 und daß die Gnade, in Jesus Christus Vergebung der ganzen Schuld zu finden, für alle Zeiten gilt, auch wenn bereits dem Herrn zugehörige Juden und Nichtjuden später eigene Wege gegangen sind. (vgl. insbesondere das in Römer 11, 1-36 Geschriebene).
 
Nachdem die ersten Christen, allesamt messianische Juden auf dem Konzil in Jerusalem nach einer ausgiebigen Prüfung, ob die Christen aus den Nationen auch Mitbürger im Reich Gottes werden können, festgestellt hatten, daß die Nationen nun auch das Heil Gottes ererben können, wurden die Nichtjuden, die Jesus Christus als ihren Messias angenommen hatten, in ihre Reihen aufgenommen.
Wir, die wir aus den Nationen kommen, wurden also in der Jerusalemer Kirche aufgenommen und nicht umgekehrt.
Dies vergaßen aber die späteren Christen bald und nannten sich ganz überheblich das neue bzw. das geistliche Jerusalem. Das geistliche Jerusalem gründete sich demnach auf den Irrtum, Gott hätte sich von Israel für immer abgewandt, weil sie den Messias verworfen und gekreuzigt hatten.
Diese Trennung von ihren jüdischen Brüdern in Christus wagten die späteren Christen aus den Nationen, zu vollziehen und zwar weil sie irrtümlich glaubten, Gott hätte alle Juden wegen der Kreuzigung des Messias gänzlich verworfen und das, obwohl wir alle, die wir in Christus leben, ein Leib und eine Kirche sind. Einer Beschuldung gleich wurde längst vergebene Sünde wieder aufgewärmt, ohne dabei an die eigene, bereits von Gott vergebene Schuld zu denken.

Wie verhängnisvoll! Die Kirche der Nationen stellte sich damit auch über die messianischen Juden in Christus. Sie entfernte sich so immer mehr und mehr vom Herzen des Vaters, das für alle seine Kinder gleichsam in Liebe schlägt.
In Römer 11, 1-36 in den Versen 25-32  wird darauf hingewiesen, daß, weil alle gleichsam ungehorsam geworden sind, Gott sich aller erbarmt und so auch Israel, dessen Erwählung von Gott auch nicht zurückgenommen wurde.


Die Spaltung vollzog sich auch nach Außen

Der bereits vollzogenen inneren folgte die äußere Spaltung auf dem Fuße:
Die Geschichte zeigte bald, daß die Folge dieser Überheblichkeit die bewußte Trennung der Feiertage der Juden von denen der Christen war. Die späteren Christen lösten sich mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahre 1582 durch den Gregor XIII bewußt von den jüdischen Festen ab.
Ostern fiel ab jetzt nicht meht mit dem jüdischen Passafest und Pfingsten mit dem jüdischen Pfingstfest zusammen. Die Trennung von Juden und Christen war perfekt. Dieser fatale Schritt, den damals unsere Kirchenväter gingen, war der Grundstein allen Judenhasses bis in die Gegenwart hinein.

Die Zahl der Christen, die aus den Nationen dazu kamen, wuchs ständig weiter. In Israel hielt sich dagegen nur der messianische Kern aufrecht, ähnlich wie bei der Entwicklung bei einem Baum, der veredelt worden war.
Der Stamm aber wurde durch das Wachstum der Äste und Zweige auch kräftiger, aber er bildete gegenüber den ursprünglich aufgepropften Zweigen nur wenige arteigene Äste aus. Bald bestand die Krone hauptsächlich nur noch aus der aufgepropften neuen Obstsorte, den Nationen. Die Baumkrone wurde größer und größer.
Aber den Saft bekommen alle Äste aus den Wurzeln und damit nach wie vor über den Stamm. Dessen müssen wir uns heute schmerzlich bewußt werden. Und da muß noch viel Verständnis und Vergebung gegenüber Israel erfolgen.

Das sollten wir, die wir aus den Nationen zum Ölbaum dazugenommen und eingepropft worden sind, nie vergessen:
Gott nannte sich Israel gegenüber sogar Vater (vgl. Jeremia 31, 9-11).
Würde ein Vater seine Kinder jemals verwerfen können? Erinnern wir uns an das Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn. Sind sie nicht aus seinem Herzblut?

Und bedenken wir:
Wie groß sind die Sünden auch unserer Kirchenväter!
Nicht nur die Shoa (auch „Schoa“, „Shoah“ oder „Schoah“genannt, d. h. zu deutsch: Zerstörung, große Katastrophe) ist in Israel  ein Begriff, der den systematischen nationalsozialistischen Völkermord an etwa zwei Drittel (insgesamt ca. 6 Mio. Menschen) der jüdischen und jüdischstämmigen Bevölkerung Europas beschreibt.
Denken wir nur an die Kreuzzüge, an die Institution wie die Inquisition und in diesem Zusammenhang an die Hexenverbrennung, aber auch allgemein an den Antijudaismus.
Der Antijudaismus, als eine spezielle Form des Antisemitismus, der die allgemeine Judenfeindlichkeit beschreibt, kann als eine spezifisch christliche Judenfeindlichkeit aufgefaßt werden.

Aber Gott heilt alle Sünden und zum Glück kann sich keiner von Ihnen freisprechen:
So sei auch auf das Dokument „Erinnern und Versöhnen" verwiesen, das von der vatikanischen Theologenkommission herausgegeben wurde. Es wurde zum besseren Verständnis der am 12. März 2000  im Petersdom ausgesprochenen sieben Vergebungsbitten erarbeitet. Hier hatte Papst Johannes Paul II in einer historisch einmaligen Geste um Vergebung für die Fehler von Christen in der 2000-jährigen Kirchengeschichte gebeten.
Der am 2. April 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II ist ein bedeutender Wegbereiter der Versöhnung zwischen der katholischen Kirche und dem jüdischen Volk. Er setzte sich wie kein anderer für das Bekennen der Schuld der Kirche der Vergangenheit und für eine echte Versöhnung in Jesus Christus ein.
Die katholische Kirche hat mit Papst Johannes Paul II erfreulicherweise neue Wege beschritten, sich glaubhaft der Folgen des Antijudaismus besonnen, die eigene Schuld offen bekannt und somit begonnen, eine Erneuerung in ihrem Verhältnis gegenüber dem Judentum einzuleiten.

Wir erinnern uns:
"Die Kirche Christi entdeckt ihre ´Bindung´ zum Judentum, indem sie sich auf ihr eigenes Geheimnis besinnt. "
So ähnlich formulierte es Papst Johannes Paul II in der großen Synagoge in Rom am 13. April 1986.
An die Juden gerichtet stellte er fest:
"Ihr seid unsere bevorzugten und, so könnte man gewissermaßen sagen, unsere älteren Brüder."

Im Vatikan-Dokument "Wir erinnern: eine Reflektion über die Shoah" von 1998 wird an die Kirchenmitglieder appelliert, "sich der hebräischen Wurzel ihres Glaubens wieder bewußt zu werden".
Es wird dort außerdem darauf verwiesen, daß Maria und Josef sowie die Apostel, die den Nationen den christlichen Glauben brachten, Juden waren, daß der Messias Jesus Christus aus dem Geschlecht Davids stammte und daß "die Juden unsere geliebten Brüder und im gewissen Sinne wirklich ´unsere älteren Brüder´ sind." Das steht sinngemäß für Johannes 4, 22.

Johannes 4, 22
22 Ihr wißt nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden.
(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Internetseite)

Bei einer Pilgerreise vom 21. bis 26. März 2000 nach Israel, Jordanien und die Palästinensergebiete bittet der Papst Johannes Paul II um Vergebung für Judenverfolgungen durch Christen. Weiterhin bat er an der Westmauer Jerusalems allgemein um Vergebung für alle Vergehen gegenüber Juden in der Geschichte der Menschheit. Sein diesbezügliches schriftlich festgehaltenes Gebet hat der Pabst zwischen die Steine der Mauer gesteckt.
Er betonte in diesem kurzen Gebet außerdem besonders, daß der Name Gottes durch die Erwählung Abrahams und dessen Nachkommen, die er Kinder Gottes und Volk seines Bundes nannte, zu den Nationen gebracht worden war und daß aufgrund dessen die Notwendigkeit einer Verpflichtung zur aufrichtigen Brüderschaft mit dem Volk des Bundes entstanden ist.
Danach wurde das Schriftstück in die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem am Westrand Jerusalems gebracht, wo er auch zu den dort versammelten Menschen sprach. Er verwies vor Überlebenden der Schoah erneut auf die enge Bindung der katholischen Kirche an das Judentum und bedauerte die Ausbrüche des Antisemitismus der Christen gegenüber Juden (gemeint ist der Antijudaismus).

In der Vatikan-Schrift "Das jüdische Volk und seine heilige Schrift in der christlichen Bibel" aus dem Jahre 2001 wird u. a. auf die enge Verbindung zwischen Juden und Christen hingewiesen. Es wird hier unter Bezug auf den Römerbrief Kapitel 9 bis 11 hervorgehoben, daß Gott "bei aller Untreue Israels" dem jüdischen Volk verbunden bleibt und es weiterhin liebt. Darum sollten die Christen gegenüber den Juden "eine Haltung des Respekts, der Hochschätzung und der Liebe" einnehmen.

Wie wunderbar: Wer nicht im Unglauben bleibt und weiter eigene Wege beschreitet, kann wieder zum von Gott gedachten Ursprung der Gemeinde Christi zurückkehren. Eigene Wege gehen, das bedeutet in der Regel dabei anderen weh zu tun. In Jesus Christus können wir alle Vergebung, Versöhnung und wieder Zugang zu Gott zurückerlangen.

Dies wurde auch auf dem anfänglich erwähnten Apostelkonzil oder auch Jerusalemer Konzil, der zwischen den Jahren 47 und 49 n. Chr. stattgefunden haben soll, festgehalten:
Es werden nicht nur die ausgebrochenen natürlichen Zweige (gemeint ist der Teil der Juden, der den Messias Jesus Christus verworfen hatt) nach Römer 11, 1-36 Verse 17-24 wieder in den Ölbaum eingesetzt, sondern es werden nach Römer 11, 1-36 Verse 23-24 auch die abgefallenen wilden Zweige (gemeint sind die abgefallenen Christen aus den Nationen, die sich beispielsweise gegenüber der Frage der Erwählung des jüdischen Volkes oder in einer anderen Form versündigt hatten) wieder in den Ölbaum eingepfropft. Das geschieht nach Römer 11, 23 allein durch Gnade. Voraussetzung ist, daß diese Menschen nicht in ihrem Unglauben in den Punkten der Messiasfrage und der Frage der Erwählung der Juden stehen bleiben und ihre Sünden in Demut vor das Keuz Jesu Christi bringen. Dazu gehört eben auch das Bekennen vor den Menschen.
So geschah es beispielsweise bereits sichtbar durch Papst Johannes Paul II .
Jetzt wird sich zeigen, welchen Segen der lebendige Gott auf die katholische Kirche legen wird. Dieser bleibt sicher nicht aus.

Vergegenwärtigen wir uns dazu nochmals die auf dem Jerusalemer Konzil gesprochenen Worte, die wir im Römerbrief, Kapitel 11 finden können:

Römer 11, 17-24
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums,
18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, daß nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
19 Nun sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde.
20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!
21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er dich doch wohl auch nicht verschonen.
22 Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.
23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann
 sie wieder einpfropfen.
24 Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur wild war, abgehauen und wider die Natur in den
edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum.

(Hervorhebung durch den Verfasser dieser Internetseite)

Wer kann sich diesem unbegreiflichen Handeln Gottes in den Weg stellen? Gott kommt durch seinen Sohn Jesus Christus mit seinem Plan in jedem Fall an sein Ziel. Niemand wird ihn aufhalten. Die Liebe Gottes bahnt sich ihren Weg, und wir werden vielleicht miterleben können, wie sich die Worte Jesu, die eine gewaltige Verheißung darstellen, vor unseren Augen erfüllen. Erinnern wir uns an die bereits anfangs zitierten Worte Jesu
aus Johannes 10, 14-16:
"... und es wird eine Herde und ein Hirte werden."




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| © Bernd Damisch, Plauen-Unterlosa (Vogtland), Bardenfleth (Weser), Bergen (Chiemgau), Oberwössen, Bad Steben, 2005-2021 |